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larsen portrait

 

Johannes Anker Larsen, 1874 - 1954

Dänischer Erfolgsautor in den 20/30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Über den 1923 preisgekrönten und in 11 Sprachen übersetzten Roman DER STEIN DER WEISEN war schon damals die Presse voll des Lobes. Larsen wurde verglichen mit Dostojewski und Dante, Tagore und Lao-Tse. Hermann Hesse bezeichnete den Roman in der NEUEN RUNDSCHAU als "etwas Schönes, sehr Kluges, höchstes Erlebnis und echter Zauber". Unser Verlag legt die Werke Anker Larsens seit 2003 in neuer Übersetzung vor. Sie haben in mehreren Dutzend Zeitungen und Zeitschriften ein positives Echo erfahren: "Larsen besitzt die Metaphysik Gustav Meyrinks, die stimmungsvolle Atmosphäre Gottfried Kellers, die sonnige Tiefe Hermann Hesses und die Schicksalskraft Theodor Storms."

Getrieben von der Sehnsucht nach dem Ewigen ringen Larsens Protagonisten mit sich und der Welt. Seine Worte sind Impulse, unsere Welt und uns selbst mit neuen Augen zu sehen und zu erkennen. Anker Larsens Bücher scheinen auf den ersten Blick genauso bescheiden, wie er als Mensch war, aber die geistige Fülle seiner Werke und seine unnachahmlichen Beschreibungen inneren Erlebens eröffnen eine Komplexität seiner Weltsicht, die dem Leser einen tiefen Blick in sein eigenstes Innerstes gewährt. Die geistige Essenz von Larsens Büchern ist zwar spektakulär, jedoch denen nicht erkennbar, die das Spektakuläre im Äußerlichen suchen. Seine Werke entziehen sich daher letzendlich den Kategorien von Lob und Tadel, weil sie etwas Unsagbares berühren.

Hermann Hesse und Anker Larsen waren nicht nur Zeitgenossen, beide haben ihr Theologiestudium abgebrochen, beide waren mehrmals verheiratet und die Werke beider Autoren wurden in fast alle europäischen Sprachen übersetzt. Wir würden uns freuen, wenn Anker Larsen durch unsere Neuauflage seiner Werke wieder so bekannt wird, wie er es einmal war, und wie Hermann Hesse es immer noch ist. Er hätte es verdient.

 

A&W Portait

 

Anita und Wolfgang Gramer

Johannes Anker Larsen war ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben stand. Er war nicht nur Schriftsteller und Philosoph, sondern auch Theaterdirektor, Frauenliebhaber und Boxer. Er hat sich nie geschämt, die Wahrheit zu sagen und hat dies sogar einmal sehr handgreiflich einer Schauspielerin gegenüber zum Ausdruck gebracht, die er öffentlich geohrfeigt haben soll.

In MARTHA UND MARIA sagt Maries Freund: "Es muss etwas in uns sein, das eigentlich wir selbst sind, das genau wir sind. Alles andere ist etwas, was wir haben." Darauf antwortet Marie: "Es ist fast, als ob Mut dazu gehöre, sich mit dem Besten zu begnügen. Es ist, als ob wir in eine Versammlung gehen würden, und alle haben dasselbe an, aber wir laufen rum und haben was anderes an. Es gehört Mut dazu, nichts anderes anzuhaben, als was wir selbst sind."

Wir haben dies wörtlich genommen. Seit acht Jahren ziehen wir uns zusammen aus und versuchen nichts anderes anzuhaben, als was wir selbst sind. Wir berichten darin in unseren Büchern, wie sich unser Leben und unser Lieben dadurch verändert hat; wie sich unsere Beziehung zu uns selbst und untereinander verändert hat. Der Mut nackt zu sein ist in unserer Gesellschaft eine Art Olsenscher Torheit, die auch bei uns den kleinen, lachenden Jubel ausgelöst hat. Und uns eine Freiheit beschert hat, die nicht nur körperlicher, sondern auch geistiger Natur ist.

Verbergen und Beschönigen scheint in unserer Gesellschaft fast zu einer Naturnotwendigkeit geworden zu sein. Schein geht über Sein. Wir setzen dem das Motto Anker Larsens entgegen: "Wer nichts verbirgt, dem ist nichts verborgen". Und können dies nur aus Erfahrung bestätigen. Besonders wenn Körper und Geist darin eine Einheit bilden.

 


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