| 1874 | Johannes Anker Larsen wird am 18. September als Sohn des Steuermanns Laurits Larsen und seiner Frau Mathilde Clausen geboren. Der Vater ertrinkt 1877 bei einem Schiffsuntergang zwischen den Faroer-Inseln und Island. |
| 1880-90 | Besuch der Volksschule und Realschule in Rudkøbing |
| 1891-93 | Abiturvorbereitung und Maturitätsprüfung in Kopenhagen |
| 1894 | Beginn eines Theologiestudiums, baldiger Abbruch. Larsen bezeichnet die theologische Fakultät als "dürren Ort" für eine durstige Seele; stattdessen Aufnahme eines Jurastudiums, auch hier Abbruch; Larsen belegt schließlich das Fach Religionsphilosophie; insgeheim hegt er den Wunsch, Schauspieler zu werden. |
| 1898 | Vorspiel am Königlichen Theater in Kopenhagen |
| 1898 | In Oslo Debutrolle als Shylock im "Kaufmann von Venedig"; Larsen lernt hier seine erste Frau kennen, die Norwegerin Margartehe Segelcke Dahl, die er mit zurück nach Kopenhagen bringt. Scheidung nach 9 Jahren. |
| 1901 | Schwierige ökonomische Verhältnisse zwingen Larsen, ein Engagement in Aarhus anzunehmen, wo er bei einem Theater eine Stelle als Souffleur bekommt; Larsen wird seine Erfahrungen im Souffleurkasten später in seinem Roman "Ich will, was ich soll oder König Lear von Svendborg" literarisch verarbeiten. |
| 1902 | Nach einem Jahr in Aarhus zieht Larsen zurück nach Kopenhagen; er wird dort Lektor bei der hinsiechenden konservativen Zeitschrift "Samfundet" (Die Gesellschaft). |
| 1903 | Der Weinhändler Chr. Funder bittet Larsen, eine Geschichte zu schreiben, die er seinen Kunden in Norwegen als Weihnachtsgeschenk zuschicken kann; die kleine Erzählung "Der Traum" erscheint als Privatdruck. |
| 1904 | Abermals als Weihnachtsgeschenk für die Kundschaft des Weinhändlers Funder erscheint die Erzählung "Das Kind"; sie wird in der Julinummer 1904 im "Samfundet" abgedruckt. Auf Eigeninitiative veröffentlichte Larsen am 25.12.1903 dort bereits die kleine Geschichte "Niels Weihnachtsabend". |
| 1905 | Die Zeitschrift "Samfundet" stellt ihr Erscheinen ein; Larsen sucht einen neuen Arbeitsplatz, aber ohne Erfolg; er nutzt jedoch die Zeit, indem er seinen Erzählband "Des Lebens Unerbittlichkeit" zu Ende schreibt. |
| 1905-08 | Während seiner Souffleurzeit in Aarhus hat Larsen die Liebe zum Theater gepackt; er spielt am Dagmartheater den Shylock aus Shakespeares "Kaufmann von Venedig" vor sowie den Engstrand aus Ibsens "Gespenster". Der Direktor des Dagmartheaters, Martinius Nielsen, engagiert ihn sofort. Larsen: "Mir war, als habe sich die Tür zu einem Märchen geöffnet." Wenige Tage später teilt ihm der Gyldendal-Verlag mit, dass seine Novellensammlung angenommen sei und gedruckt würde. Larsen: "Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich Schauspieler oder Dichter werden sollte, und so wurde ich beides. Und so setzte ich ein Bein auf die Bretter und streckte das andere unter den Schreibtisch, und in dieser Stellung - etwas unbequem und unpraktisch - blieb ich mein ganzes Leben stehen." |
| 1908 | erscheint der Novellenband "Magdalena vom Lande"; Dramatisierung der Titelnovelle als Schauspiel mit demselben Namen; Premiere am Volkstheater am 12. März 1912, wo Larsen bis 1913 als Schauspieler und Regisseur tätig ist. |
| 1909 | entsteht in Zusammenarbeit mit Egill Rostrup die Komödie "Per Bunkes Vorgeschichten" in vier Akten; das Stück wurde von A. Halbert für die deutsche Bühne bearbeitet, die deutsche Uraufführung fand in der Berliner Volksbühne statt. |
| 1910 | der Roman "Pastor Nemos Heimsuchung" erscheint |
| 1912 | erscheint der Kurzroman "Karen Kruse" |
| 1918 | Der Novellenband "Menschenauge" erscheint. Heirat mit Bodil Haslund geb. Lindegaard. |
| 1919 | "Die Bucht. Eine Sonntagsgeschichte" - Novelle (Deutsch 1927) |
| 1923 | "Der Stein der Weisen" erscheint bei Gyldendal, Literaturpreis (70 000 Kronen) für den besten dänischen und norwegischen Roman; der Roman erfährt bereits im ersten Jahr vier Auflagen, er erscheint 1923 in Schwedisch, Finnisch; 1924 in Englisch, Deutsch; 1936 in Estnisch; 1946 in Französisch; später in Polnisch, Tschechisch, Bulgarisch und Holländisch |
| 1923-24 | Aufenthalt in Nordafrika (Tunis und Algier) |
| 1925 | Roman "Martha und Maria"; 1925 in Deutsch, 1926 in Englisch, 1927 in Finnisch, 1935 in Holländisch, 1937 in Estnisch, 1948 in Französisch |
| 1926 | Erlebnisbericht von Larsens geistigen Erfahrungen: "Bei offener Tür" mit einem Vorwort des Religionsphilosophen Vilhelm Grønbech; erfährt im ersten Jahr drei Auflagen; Isländisch 1928, Englisch 1931, außerdem in Holländisch und Deutsch |
| 1927 | Vortragsreisen in der Schweiz (1925), 1927 und 1931 in Holland, 1928 in Berlin. Heirat mit der 33 Jahre jüngeren Schauspielerin Gudrun Sophie Lendrop |
| 1928 | Legende "Die Gemeinde, die in den Himmel wächst"; Niederländisch und Deutsch 1928, Englisch 1929 |
| 1928-30 | Regisseur am Königlichen Theater in Kopenhagen |
| 1931 | Roman "Rausch", im ersten Jahr zwei Auflagen, im selben Jahr in Niederländisch und Deutsch erschienen, Französisch 1933 |
| 1932 | erscheint der teilweise autobiografische Theaterroman "Ich will, was ich soll oder König Lear von Svendborg"; Deutsch 1932, Niederländisch 1933 |
| 1935 | Premiere des Schauspiels "Sohn des Zeus" im Fredericia-Theater Kopenhagen |
| 1941 | Roman "Olsens Torheit"; 1943 in Deutsch und Niederländisch, 1949 in Französisch |
| 1946 | erscheint der Novellenband "Liebe" im Artemis-Verlag Zürich (Glockenbücher); es handelt sich um eine Zusammenstellung von ehemals in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichten Novellen. |
| 1946 | Scheidung von Gudrun S. Lendrop |
| 1949 | "Hansen" - Larsens letzter Roman, bisher in keine andere Sprache übersetzt |
| 1957 | am 12. Februar stirbt Anker Larsen in Birkerod bei Kopenhagen |